10.01.2026 21:51

Skandinavien dominiert Preis der DKB - Holger Wulschner bester Deutscher

Neustadt-Dosse -  “Die DKB-Decke sah auf dem Schimmel sehr sehr gut aus”, witzelte Holger Wulschner (Passin) mit Blick auf seine  Kollegin Annina Nordström (FIN) und ihren elf Jahre alten Wallach Esquire Z. Die 34-jährige Nordström und ihr Schimmel hatten kurz zuvor das mit 30.700 Euro dotierte Weltranglistenspringen im Preis der Deutschen Kreditbank AG gewonnen. Hinter der Finnin, die in 36,95 Sekunden buchstäblich unschlagbar schnell war, wurde Schwedens Linda Heed zweite mit dem 15 Jahre alten Conthargos-Nachkommen Crack Blue. Für Heed, die bereits beim Deutschen Spring-Derby glänzen konnte, war der Start in Neustadt-Dosse ein Wiedersehen nach vielen Jahren.

Aus dem kalten Schweden nach Neustadt-Dosse

“Ich glaube, es ist vielleicht 15 Jahre oder länger her, das ich hier war”, so die 47-jährige, die Schweden auch schon in Nationenpreisen vertrat, “jedenfalls gab es damals noch ein Mächtigkeitsspringen und die Mauer war zwei Meter hoch. Das hat mich echt beeindruckt.” Die Schwedin hat mit Minusgraden und Schnee in Brandenburg gar kein Problem. In Schweden sei es bedeutend kälter und es gab auch mehr Schnee. Während Heed dank der Öresund-Brücke eine unkomplizierte, aber durchaus lange Anreise hatte, geriet der Weg für Annina Nordström kurz, denn die Finnin lebt bereits seit über zehn Jahren in Niedersachsen. Prompt gab es viele Umarmungen und Glückwünsche von den deutschen Kolleg/innen. Nordström: “Das ist schön, wir kennen uns alle schon lange und die freuen sich alle mit mir.”

Holger Wulschner als bester deutscher Reiter war vollkommen zufrieden mit dem dritten Rang. “Es ist das erste Weltranglistenspringen für Vega de Laubry Z gewesen und wir haben sie selbst ausgebildet”, so Wulschner, “das war ein langer Weg, denn sie ist anfangs ein starkes Pferd gewesen mit eigenem Kopf. In den letzten drei Wochen hat meine Frau sie viel dressurmäßig geritten und das war sehr wertvoll.” Klar erkennbar war die Freude des Springreiters darüber, dass die Ausbildung der vergangenen Jahre inzwischen Früchte trägt.

Insgesamt 46 Paare gingen im mit rund 30.700 Euro dotierten Preis der Deutschen Kreditbank AG an den Start, darunter auch Felix Wassenberg aus Greiz, der bereits am Donnerstag den Auftakt beim CSI2* gewann und mit Elegant de L`isle Vierter wurde vor dem Deutschen Vize-Meister Tom Schewe (Bielefeld) mit Lester.

Jubiläumsturnier angekündigt

Der Initiator und Veranstalter Herbert Ulonska nutzte die Gelegenheit in der vollen Graf von Lindenau-Halle,, bereits das 25. CSI Neustadt-Dosse anzukündigen. Die Jubiläumsausgabe des internationalen Turniers soll wieder im Januar vor dem Weltcupturnier in Leipzig stattfinden. “Der Termin so früh im Jahr hat Tradition”, unterstrich Herbert Ulonska, “und wir alle denken voraus. Nicht nur ich und meine Tochter, das ganze Team will das.”

Leistungsstarke Nachwuchspferde

Vor dem Weltranglistenspringen galt die Aufmerksamkeit den sechs, sieben und acht Jahre alten Nachwuchs-Pferden. Dem Auftakt am Freitag folgte am Samstag Prüfungen, die einen guten Eindruck davon vermittelten wie gut die Pferde mit ihren zum Teil ersten internationalen Einsätzen zurecht kamen. Derbysieger Marvin Jüngel aus Kamenz glänzte erneut mit der sieben Jahre alten Odesza HX, Zweiter wurde Felix Ewald mit Nachwuchspferd Karabas. Bei den sechs Jahre alten Pferden war die KWPN-Stute Pomerette mit Sönke Aldinger erneut “Primus inter Pares” und bei den acht Jahre jungen Kandidaten holte sich Michael Kölz aus Leisnig mit dem DSP-Wallach Bento den Sieg vor Jüngel mit Lightness T. Die OS-Stute aus der Zucht und dem Besitz der Familie Theurer konnte am Vortag bereits einen sehr guten Eindruck hinterlassen.

Pressemitteilung der Equestrian Sport Events - Herbert Ulonska.
Fotos: B. Placzek